Im Jahre 1981 rief die Society of Automotive Engineering (SAE) ein außergewöhnliches Projekt ins Leben: die Formula SAE.
Dieser teamorientierte Wettbewerb bietet Studenten der Technik und Wirtschaft die Möglichkeit, theoretisches Wissen in realitätsnahe praktische Erfahrung umzusetzen. Ziel ist dabei die eigenständige Entwicklung, Konstruktion und Fertigung eines Rennwagens durch die studentischen Teams über ein Jahr.
Dabei werden von Formula SAE Regeln vorgegeben, in deren Rahmen das Fahrzeug konstruiert werden soll. Seit 2010 gibt es auch eine eigenständige Wettbewerbsklasse für E-Fahrzeuge, die Formula Student Electric. Das Konzept zur Nachwuchsförderung findet weltweit großen Anklang und ist seit 1998 auch in Europa vertreten. Der in Europa als Formula Student bekannte Wettbewerb fand 2006 zum ersten Mal in Deutschland statt. Am Hockenheimring traten im ersten Jahr 41 Teams an, um sich miteinander zu messen. Im Jahr 2007 waren es bereits 54 Teams, darunter auch erstmalig High Speed Karlsruhe. Auf den Wettbewerben treffen sich jährlich Teams aus aller Welt, um ihre einzigartigen Fahrzeuge zu präsentieren und sich im direkten Duell mit der Konkurrenz zu messen. Die Rennwägen werden dabei einer Jury, bestehend aus Experten aus Industrie und Wirtschaft, vorgestellt und von diesen bewertet. Dabei fließen sowohl die Fahrleistungen (dynamische Disziplinen), die auf der Rennstrecke unter Beweis gestellt werden müssen, als auch statische Disziplinen wie Kosten und Design, in die Bewertung mit ein. Nur wer das beste Gesamtpaket hat, steht am Ende ganz oben auf dem Treppchen. Ausgetragen wird der Wettbewerb der Formula Student Germany am Hockenheimring im August jeden Jahres. Für die Studenten bedeutet das Mitwirken bei Formula Student vor allem die Erweiterung ihrer bereits erworbenen theoretischen Kenntisse durch die praktische Arbeit der Konzeption, Optimierung und Fertigung des Fahrzeugs. Nebenbei besteht für jeden Einzelnen aber auch die Möglichkeit, sich selbst und seine Arbeit Firmen zu präsentieren und Kontakte für die spätere Karriere zu knüpfen.

  

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